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Wiens Impfgeschichte begann in Sankt Marx – Kostenlose Impfung am Rennweg vor 253 Jahren

Begonnen hat die Wiener Impfgeschichte im großen Stil mit Maria Theresia. Die legendäre Monarchin erkrankte 1762 an den Pocken, später verlor sie drei ihrer Kinder durch die Krankheit. Als sie von der Hautritz-Methode (Inokulation) hörte, ließ sie ihre jüngsten Kinder impfen. Der Grundstein für eine Impf­kampagne in Wien war also gelegt, sodass 1768 im Waisen­haus in Sankt Marx die erste Impfkampagne durch­geführt wurde. Maria Theresia ließ am Renn­weg ein Inokulations-Haus errichten, wo sich jeder Bürger kostenlos impfen ­lassen konnte.

Schutz mit Kuhpocken
Einen Haken hatte diese ­Methode: Durch die bewusste Ansteckung mit (nur abgeschwächten) Pocken­viren brachen immer wieder neue Epidemien aus. Um das Jahr 1800 setzte sich die Methode der Vakzination, eine bewusste Infizierung der Menschen mit ungefährlichen Kuhpocken, zum Schutz gegen die gefährlichen Pocken durch. 1803 wurde die Inokulation ver­boten. Die „Vorschrift zur Leitung und Ausübung der Kuhpocken-Impfung“ von 1808 legte den Grundstein für die heutigen Wiener Impfvorschriften.


Foto: ©wikimedia commons / james gillray / Library of congress

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